Keramikimplantate sind Zahnimplantate aus einem keramischen Material, welche die Form einer kleinen Schraube besitzen. Diese werden in den Kieferknochen der Zahnlücke eingesetzt und dienen dazu, den verlorenen Zahn zu ersetzen.

Biologische Zahnmedizin Winterthur Schweiz

Keramikimplantate werden zu einem immer wichtigeren Teil der Implantologie und die Verwendung in der Zahnmedizin nimmt stetig zu. Aufgrund der exzellenten gesundheitlichen Verträglichkeit, liegt es auf der Hand, dass Keramikimplantate, ideal in die Biologische Zahnmedizin integriert werden können.

So bringt ein festsitzender Zahnersatz auf einem Keramikimplantat viele Vorteile und stellt die ideale Lösung nach einem Zahnverlust dar.

In diesem Beitrag möchten wir unseren Patienten einen vielseitigen Einblick in das Thema Keramikimplantate ermöglichen.

Wie unterscheidet sich Keramik von Metall?


Keramik wird definiert als ein anorganisches, nichtmetallisches, in Wasser schwer lösliches Material.

Somit werden Keramiken ganz klar von den Metallen abgegrenzt.

Die Bezeichnung „schwer löslich“ zeigt bereits die erste positive Eigenschaft von Keramik. Ein Werkstoff, welcher sich schwer löst, ist verträglicher, als ein gut löslicher Werkstoff, mit gleicher Zusammensetzung.

Keramiken bestehen aus Metalloxiden, also Verbindungen aus Metall und Sauerstoff. Durch diese Kombination, verlieren keramische Materialien, die Eigenschaften von Metall.

Die starken Bindungen zwischen Metall und Sauerstoff, führen dazu, dass die Atome und Elektronen an Ort und Stelle gehalten werden. Dadurch haben Keramiken kein Bestreben daran, weiter zu reagieren, sind folglich reaktionsträge und somit biologisch neutral.

Dentale Metalle sind immer metallische Legierungen, bei denen mehrere Metalle zusammengemischt werden. Dadurch werden die Eigenschaften des metallischen Materials signifikant verbessert. Die beigemischten Metalle sind z.B. Kupfer, Eisen oder Nickel.

Eine innere Verbindung mit Sauerstoff findet, im Gegensatz zu Keramik, nicht statt, wodurch die inneren Bindungskräfte nur schwach ausgeprägt sind. Folglich sind die Atome und Elektronen nur leicht gebunden und können sich einfacher bewegen und abgegeben werden.

Aufgrund der freien Bewegung der Elektronen, besitzen Metalle die Eigenschaft Strom zu leiten. Durch die schwachen inneren Bindungen, können metallische Ionen leicht aus der Legierung abgegeben werden und mit dem umgebenen Sauerstoff reagieren. Eine hohe Löslichkeit in Wasser und eine verstärkte Korrosion (Rosten) sind nachweisbar.

Folglich haben Keramik und Metall komplett unterschiedliche Eigenschaften:

  • Bei Krafteinwirkung brechen Keramiken. Metalle hingegen verformen sich
  • Metalle leiten Strom und Wärme. Keramiken wiederum wirken wie elektrische und thermische Isolatoren.
  • Keramiken sind reaktionsträge und haben kein Bestreben mit anderen Substanzen zu reagieren. Metalle jedoch sind reaktionsfreudig und reagieren besonders gern mit sauerstoffhaltigen Verbindungen.
  • Keramische Werkstoffe zeigen nahezu keine Löslichkeit in Wasser bzw. Speichel. Metalle wiederum lösen sich, was durch Korrosion zusätzlich verstärkt wird.
  • Mehrere verschiedene Keramiken in der Mundhöhle haben keinen negativen Einfluss auf die Biologie. Mehrere unterschiedliche Legierungen in der Mundhöhle sorgen für eine Art Batteriewirkung, wodurch Korrosion und Löslichkeit stark zunehmen.
Zirkoniumdioxid und Titan

Auch das Konzept der Umweltzahnmedizin und der ganzheitlichen Zahnmedizin, betrachten den Mund und den Körper als eine verbundene Einheit. So kann eine Entzündung im Kiefer, ein kranker Zahn oder ein giftiges, zahnärztliches Material dazu führen, dass sich eine chronische Entzündung in einem Gelenk bildet.

Sowohl die Biologische Zahnmedizin, als auch die ganzheitliche Zahnmedizin und Umweltzahnmedizin, haben das Ziel, die auf den Körper wirkenden Trigger und Reizfaktoren zu reduzieren. Der biologische Organismus soll dabei bestmöglich gestärkt werden.

Wir kombinieren in unserer Praxis, alle bewährten und wirksamen Methoden dieser zahnärztlichen Disziplinen, um das ideale Konzept für Sie anzubieten.

Keramikimplantate bestehen aus Zirkoniumdioxid, auch Zirkonoxid genannt. Das Element Zirkonium gehört zu der Gruppe der Metalle, jedoch verliert es alle metallischen Eigenschaften, nachdem es mit Sauerstoff reagiert hat. Zusätzlich wird die Gitterstruktur stabilisiert durch Yttriumoxid, wodurch die Bruchfestigkeit enorm verbessert wird. Dieses Yttrium-stabilisierte-Zirkoniumdioxid ist das bevorzugte Material bei der Herstellung von Keramikimplantaten und hat sich in der Implantologie fest etabliert.

Titanimplantate bestehen zu ca. 99 bis 99.9% aus reinem Titan. Je nach Qualität und Fabrikat können die anderen Bestandteile stark variieren. So können unter anderem Nickel, Aluminium oder Zinn vorhanden sein. Auf der Oberfläche des gesetzten Titanimplantats bildet sich eine Oxidschicht (Passivierungsschicht), die das Implantat vor einer Korrosion schützt. Jedoch wird diese Schicht instabil, wenn das Milieu sauer wird, z.B. bei Entzündungen oder einer krankhaften Flora in der Mundhöhle.

Die abgegeben Titanpartikel führen zu einer Entzündungsreaktion, indem Makrophagen (im Kieferknochen und Zahnfleisch) aktiviert werden. Diese produzieren verschiedene Zytokine (Immunbotenstoffe), welche eine lokale und systemische Entzündung einleiten. Zusätzlich kommt es zu einem verstärkten Knochenabbau um das Titanimplantat.

Solche lokalen Entzündungen um das Implantat werden als Periimplantitis bezeichnet.

In unserer Zahnarztpraxis verwenden wir ausschliesslich Keramikimplantate, die sich klinisch bewährt haben und zu 100% sauber sind.

Die Sauberkeit kann an dem Clean Implant Siegel geprüft werden.

Nur so kann eine Kontamination der Wunde sicher ausgeschlossen werden.

Langzeiterfahrungen und Prognose

Das erste Keramikimplantat wurde 1967 von dem Zahnarzt Professor Sami Sandhaus vorgestellt. Damals handelte es sich noch um das Material Aluminiumoxid, welches eine ungenügende Prognose aufgewiesen hat und sich folglich in der Implantologie nicht etablieren konnte.

Um das Jahr 2000 wurden die ersten Zahnimplantate aus Zirkoniumdioxid hergestellt und inseriert. Seit dieser Zeit wurden die Implantatformen, die Zusammensetzung der Keramik und die Operationstechniken stetig weiterentwickelt. Zahnimplantate aus Keramik fanden dadurch immer mehr Anklang in der Zahnmedizin und Implantologie.

Mittlerweile sind Keramikimplantate sehr weit fortgeschritten und optimiert, sodass Erfolgsprognosen von über 98% erreicht werden.

Vorteile von Keramikimplantaten


Zirkoniumdioxid ist biologisch verträglich

Ein Keramikimplantat aus Zirkoniumdioxid ist zwar ein körperfremdes Materialien, jedoch ist seine schädliche und belastende Wirkung zu vernachlässigen. In zahlreichen Studien wurde belegt, dass es eine exzellente Verträglichkeit aufweist – sowohl aus toxikologischer, als auch aus allergologischer Sicht.

Durch die unbedeutend geringe Löslichkeit in wässrigen Lösungen und die Reaktionsträgheit, sind die biologischen Eigenschaften ideal.

Zahnfleisch liebt Keramik

Auf Keramikimplantaten setzen sich weniger bakterielle Biofilme und Plaque an, als auf Titanimplantaten. Folglich lagert sich das umliegende Zahnfleisch sehr gut an Keramik an und das Risiko einer Zahnfleischentzündung reduziert sich signifikant (Rimondini et. al 2006). Keramikimplantate neigen sogar weniger zu Zahnfleischentzündung als natürliche Zähne (Blaschke, Volz, 2006).

Das angrenzende Zahnfleisch zeigt eine bessere Durchblutung als bei Titanimplantaten und bildet mit der Keramik eine feste Verbindung.

Diese Zahnfleisch-Keramik-Verbindung verhindert das Eindringen von oralen Bakterien in den Knochen und somit in das Blutkreislaufsystem. Folglich wird die „immunologische Tür“ geschlossen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit. Denn verschiedene orale Bakterien, welche in grosser Zahl in den Blutkreislauf eindringen, können Arteriosklerose stark begünstigen.

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Integration in den Knochen

Neben der hervorragenden Zahnfleischanlagerung, werden Keramikimplantate auch exzellent von dem Knochen aufgenommen und integriert.

Die gute Osseointegration ist in vielen Studien belegt und vergleichbar mit Titanimplantaten. Dabei hängt die Integration in den Knochen stark von der Rauigkeit der Keramik ab. Neue Studien, mit sehr rauen keramischen Oberflächen, zeigen eine vollständige Osseointegration nach ca. 4 Wochen.

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Bereits nach wenigen Minuten bildet sich auf der keramischen Oberfläche eine Anlagerung von Fibrin. Die Ausbildung eines solchen Fibrinnetzwerkes ist die Voraussetzung für die optimale Einheilung in den Knochen.

Da sich das gesamte Keramikimplantat durch Kaukräfte nicht verformt, bleibt es starr und unbeweglich. Folglich wird kein Druck auf den zirkulären Knochen ausgelöst und die vorhandene Knochenhöhe bleibt erhalten.

Keramik lässt sich individualisieren

Das Abutment (Implantataufbau) wird, vollkommen spaltfrei, mit dem Keramikimplantat zementiert. Danach können sowohl das Implantat, als auch das Abutment, individuell für die Krone beschliffen werden. Dabei ist das Vorgehen genauso, wie bei einem natürlichen Zahn. Das ist ein grosser Vorteil, da man den Kronenrand perfekt an das Zahnfleisch anpassen kann. Durch das Beschleifen der Keramik wird die Stabilität des Materials nicht verringert. Dies wurde in neusten Untersuchungen bestätigt.

Bei Titan hingegen, ist ein individuelles Beschleifen im Mund nicht möglich.

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Exzellente Ästhetik 

Keramikimplantate sind weiss, was ein erheblicher Vorteil für die Ästhetik ist.

Denn sofern sich das Zahnfleisch etwas zurückbilden sollte, wirkt der sichtbare weisse Rand nicht störend, sondern fügt sich optisch in das Gesamtbild ein.

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Eine metallisch-gräuliche Farbe hingegen, wie bei Titanimplantaten, wirkt im sichtbaren Bereich immer unschön.

Auch wenn das Weichgewebe um das Implantat dünner wird, schimmert die gräuliche Farbe hindurch und beeinflusst das natürliche Erscheinungsbild.

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Nachteile von Keramikimplantaten


Die Kosten für Keramikimplantate sind insgesamt höher als für Titanimplantate. Das liegt daran, dass der Herstellungsprozess sehr aufwändig ist. Ausserdem müssen mehr Schritte beim Setzen der Keramikimplantate berücksichtigt werden.

Ein weiterer Nachteil ist die etwas höhere Bruchanfällig. 

Keramikimplantate sind zwar härter als Zahnimplantate aus Titan, können aber bei starker Belastung brechen. Bei Titan hingegen kommt es in der Regel nicht zum Bruch, sondern zu einer Verbiegung. Bei den heutigen Implantaten aus Yttrium-stabilisiertem-Zirkonoxid ist die Wahrscheinlichkeit eines Bruches vernachlässigbar gering. 

Früher hat die Einheilung der Keramikimplantate länger gedauert. Mit den heutigen, keramischen Werkstoffen und Implantationstechniken heilen Keramikimplantate genauso schnell ein wie Titanimplantate. Je nach Situation und Implantatsystem, sollte 4 Wochen bis maximal 4 Monate gewartet werden, bis das Implantat belastet werden kann.

Kieferentzündungen – eine chronische Belastung


Entzündungen im Kiefer können in vielfältiger Form angetroffen werden.

Im Röntgenbild, z.B. in der Digitalen Volumentomografie (DVT), sind sie als dunkle Bereiche, gut vom gesunden Knochen abgrenzbar.

  • Entzündungen an verlagerten oder teilweise durchgebrochenen Weisheitszähnen
  • Entzündungen an geschädigten oder wurzelkanalbehandelten Zähnen
  • Entzündungen an, im Knochen verbliebenen, Fremdkörpern, wie z.B. Metallsplitter, überpresstes Wurzelfüllmaterial, Zahnfragmente usw.
  • Andere Formen von Kieferostitis

Solche entzündlichen Prozesse im Kieferknochen stellen eine dauerhafte Belastung für die Gesundheit dar. Das Immunsystem wird in einen kontinuierlich aktiven Zustand versetzt, wodurch dieses vermehrt Energie benötigt. Diese Energie fehlt dann für tägliche Aktivitäten – die betroffene Person fühlt sich müde und erschöpft.

Durch die Nähe zum Gehirn und der sehr guten Durchblutung des Kopfes, ist der negative Einfluss von Kieferentzündungen auf den Körper, ziemlich ausgeprägt.

In der Biologischen Zahnheilkunde, werden Kieferentzündungen vollständig entfernt. Dabei wird, durch minimalinvasive OP-Techniken, Verwendung von A-PRF und Ozon, die Wundheilung ideal unterstützt. Sofern es zu einer Entfernung von Zähnen kommt, können sofort verträgliche Keramikimplantate gesetzt werden – Knochenabbau und späterer Knochenaufbau werden vermieden.

Form und Aufbau der Keramik- und Titanimplantate


Neben den biologischen und physikalischen Eigenschaften der Werkstoffe, ist die Form der Implantate auch von hoher Wichtigkeit.

Bei Keramikimplantaten unterscheidet man einteilige und zweiteilige Implantate.

Die einteiligen Kermikimplantate bestehen aus einem kompletten Stück und vereinen Implantatkörper und Implantataufbau (Abutment). Diese ersetzen hauptsächlich Frontzähne und sind seltener im Seitenzahnbereich anzutreffen.

Zweiteilige Keramikimplantate besitzen einen Implantatkörper, welcher die eigentliche Schraube darstellt, und ein separates Abutment. Diese beiden Komponenten werden mit einem Zement, fest und unbeweglich, verbunden. Dadurch bildet sich an der Verbindungsstelle kein Spalt, sodass eine spaltfreie Implantat-Abutment-Einheit entsteht.

PATENT Keramikimplantate - mit Abutments und Brücke

Sowohl die einteiligen, als auch die zweiteiligen Keramikimplantate, werden so inseriert, dass sich der spätere Kronenrand im Bereich des Zahnfleischrandes befindet – genauso wie bei eigenen Zähnen. 

Bei den Titanimplantaten haben sich zweiteilige Systeme durchgesetzt. Dabei wird das Abutment, mit einem Schräubchen aus Titan, in dem Implantatkörper befestigt. Da kein Zement verwendet wird, ist diese Verbindung nicht spaltfrei. 

Zusätzlich werden Titanimplantate so inseriert, dass sich der Rand des Implantatkörpers am Knochenrand befindet. Genau an diesem Knochenrand befindet sich der kleine Spalt zwischen Implantat und Abutment. Dieser Spalt kann einen Schmutzbereich ausbilden, von Bakterien besiedelt werden und dazu führen, dass sich der Knochen entzündet und sich zurück bildet.

Bei Kaubelastung und Krafteinwirkung kann es, an der Implantat-Abutment-Verbindung der Titanimplantate, zu einer kleinen Bewegung und Auslenkung kommen. Diese Bewegung erzeugt einen Druck auf den umliegenden Knochen, wodurch es zusätzlich zum Knochenabbau der kronennahen Bereiche kommt.  

Welche Hersteller von Keramikimplantaten gibt es?


Es gibt verschiedene Hersteller von Keramikimplantaten. Alle diese Systeme bieten Ihre individuellen Vor- und Nachteile.

Die Auflistung ist rein alphabetisch.

Da jedes Keramikimplantat-System Vor- und Nachteile bietet, sind wir in unserer Auswahl frei und unvoreingenommen.

Wir betrachten stets individuell die jeweilige Situation und entscheiden, welches System am besten geeignet  ist. Das ermöglicht uns, das optimale Ergebnis für unsere Patienten herausholen.

Bei Fragen zu den Systemen sind wir gern für Sie da.

SDS Implantat
Patent Implantat
Was ist bei der Verwendung von Keramikimplantaten zu beachten?


Keramikimplantate verhalten sich in vielen Aspekten anders als Titanimplantate, was vom Zahnarzt ein implantologisches Umdenken erfordert.

Implantate aus Keramik heilen nie unter entzündlichen Bedingungen ein. So heilt ein Keramikimplantat nur ein, wenn nach der Zahnentfernung die Knochenentzündung gründlich gereinigt wird. Zusätzlich sollte, vor dem Setzen des Implantates, eine gründliche Wunddesinfektion z.B. mit Ozon, stattfinden.

Titanimplantate hingegen, heilen auch dann ein, wenn Entzündungen des Knochens oder des Weichgewebes belassen werden. Jedoch heilt, in einem solchen Fall, die Entzündung nicht ab, sondern verbleibt chronisch unter dem Implantat. Eine dauerhafte, chronische Belastung des Körpers ist die Folge.

Da Keramik die Wärme schlechter ableitet als Titan, sollte beim Eindrehen sehr darauf geachtet werden, den Knochen nicht zu überhitzen.

Obwohl die Produktion von Implantaten der strengen MDR (Medical Device Regulation) unterliegt, sollte bei der Auswahl des Implantates stets auf die Sauberkeit geachtet werden. Eine gute Orientierung sind die Zahnimplantate, die von Clean Implant zertifiziert wurden.

Sofortimplantation – Zahn raus, Implantat rein


Ein Sofortimplantat ist ein Implantat, welches direkt nach der Zahnentfernung, in einer Sitzung, gesetzt wird. Dies bedarf eines sehr sauberen und präzisen Arbeitens, da die Einheilprognose sonst stark abnimmt. 

In unserer Praxis setzen wir fast alle Implantate sofort ein und geben dem Patienten die Garantie, dass das Implantat einheilt. 

Denn die Sofortimplantation bringt Vorteile, auf die man ungern verzichten möchte. 

Bei der Sofortimplantation geht kein Knochen verloren und die ästhetischen Bedingungen sind exzellent – das gesetzte Implantat hält Knochen und Zahnfleisch an Ort und Stelle. 

Zieht man hingegen ein Zahn und lässt Zeit bis zur Implantation verstreichen, kommt es zum Verlust von Knochenhöhe und -breite. Zusätzlich verliert man den schönen, girlandenförmigen Zahnfleischverlauf – es bildet sich optisch eine Einziehung im Bereich des entfernten Zahnes. Bei dem Zweiteingriff, nach mehreren Monaten, steht dem Implantat weniger Knochen zur Verfügung und ein aufwändiger Knochenaufbau kann notwendig werden.

Biologische Zahnmedizin und nachhaltige Prophylaxe
Ein Verlust des Zahnes, aktiviert die Knochenheilung in der frischen Wunde, was sich sehr positive auf die Einheilung des sofort gesetzte Implantates auswirkt. Dies ist ein weiterer Grund, warum das Implantat, direkt nach dem Ziehen des Zahnes gesetzt werden sollte. 

Es liegt auf der Hand, dass auch der Zeitfaktor entscheidend ist. Bei der Sofortimplantation entfallen alle weiteren Operationen – die Patienten kommen schneller ans Ziel und unnötige Mehrfacheingriffe werden vermieden.

Mehr Informationen über die Technik Sofortimplantation finden Sie in dem Hauptartikel Sofortimplantate:

Prothetische Versorgung


Keramikimplantate benötigen ein bis 4 Monate bis sie fest von dem Kieferknochen aufgenommen wurden. In dieser Zeit sollten sie so wenig wie möglich belastet werden.

Sofern Implantate in der Front notwendig sind, bekommt der Patient festsitzende Provisorien aus Kunststoff, welche während der Einheilzeit, eine ansprechende Ästhetik gewährleisten.

Generell heilen Keramikimplantate mit höherer Rauhigkeit schneller ein und zeigen einen besseren Kontakt zwischen Knochen und Implantat (bone-to-implant contact).

Nach der Einheilung, werden die keramischen Implantate inklusive den Abutments so beschliffen, dass der spätere Kronenrand am Zahnfleischrand zum liegen kommt (so wie beim eigenen Zahn).

Darauf werden dann individuelle Keramikkronen spaltfrei zementiert, wobei die korrekte Relation der Kiefer berücksichtigt wird.

Biologische Zahnmedizin und nachhaltige Prophylaxe
Welche Alternativen zu Keramikimplantaten gibt es?


Welches die Beste Versorgung einer Zahnlücke ist, muss immer sehr individuell entschieden werden. In der Regel bietet ein Keramikimplantat die meisten Vorteile und ist anderem Zahnersatz klar überlegen. Jedoch gibt es Situation bei denen eine andere Zahnversorgung mehr Sinn macht. 

Die keramische Zahnbrücke verbindet die beiden benachbarten Zähne miteinander, und bietet ebenfalls einen festsitzenden Zahnersatz. Dazu müssen die jeweiligen Zähne so beschliffen werden, sodass Zahnstümpfe verbleiben. Auf diesen Zahnstümpfen wird die Brücke dann zementiert und verschliesst die entstandene Lücke in der Zahnreihe. Das Beschleifen der Nachbarzähne ist der Hauptnachteil dieser Methode und macht nur Sinn, wenn die Nachbarzähne bereits stark vorgeschädigt sind, sowieso eine Krone benötigen oder bereits eine Krone haben. Von den Kosten her, liegt eine Behandlung mit keramischer Brücke, auf dem Niveau eines Keramikimplantats.

Ein kieferorthopädischer Lückenschluss ist auch eine mögliche Alternative. Diese ist jedoch sehr langwierig und macht nur bei bestimmten Zähnen und unter strengen Gesichtspunkten Sinn.

Die Zahnlücke belassen ist ebenfalls eine Möglichkeit und kann durchaus Sinn machen. Jedoch kann es dazu führen, dass Nachbarzähne in die Lücke kippen und Zähne des Gegenkiefers in die Lücke wachsen. Zusätzlich kommt es immer zum Knochenabbau der entsprechenden Region, wodurch eine spätere Implantation erschwert und ggf. ein Knochenaufbau benötigt wird.

Die herausnehmbare Prothese ist eine weitere alternative Behandlung der Lücke. Trotz der geringen Kosten, bietet dieser Zahnersatz gravierende Nachteilen. Fremdkörpergefühl, Druckstellen auf der Schleimhaut und sichtbare Klammerränder sind in der Regel No-Gos für den Patienten. 

Wann verbietet es sich Keramikimplantate zu setzen?


Ob und wann ein Keramikimplantat gesetzt werden kann ist immer individuell zu prüfen und alle passenden Alternativen in die Entscheidung einzubeziehen.

Die folgende Auflistung verschiedener Kontraindikationen bezieht sich nicht nur auf Keramikimplantate, sondern auch auf Implantate aus Titan.

Ein schlechter Allgemeinzustand mit bestimmten Vorerkrankungen, kann sich nachteilig auf den Ausgang der Implantatversorgung auswirken. Besonders Vorerkrankungen des Knochens, mit früherer Verwendung verschiedener Medikamente, wie z.B. Bisphosphonate, ist zu berücksichtigen. 

Vor der Implantation, sollte die orale Flora unbedingt optimiert und Entzündungen des Zahnfleisches behandelt werden. Wird darauf zu wenige Augenmerk gelegt, sinkt sowohl die Prognose der Einheilung, als auch die Langzeitprognose der gesetzten Implantate.

In unserer Zahnarztpraxis werden die Patienten vor der Implantation gestärkt und die Knochen- und Wundheilung angekurbelt. Die Mundflora wird, durch unterschiedliche Massnahmen, nachhaltig idealisiert. So können wir, auch bei chronisch kranken Patienten, Sofortimplantate setzen und eine hohe Prognose gewährleisten. 

FAQ zum Thema: Keramikimplantate


Ist die Bruchgefahr bei Keramikimplantaten erhöht?

Sofern der Zahnarzt weiss, wie die Implantate ideal gesetzt und später beschliffen werden dürfen, ist die Bruchgefahr nicht höher als bei Implantaten aus Titan.

Ist die Langlebigkeit von Keramikimplantaten höher als die von Titanimplantaten?

Unserer Meinung nach zeigen Keramikimplantate eine weitaus bessere Langlebigkeit und Prognose als Titanimplantate. 

Das hat folgende Gründe: 

  • Implantate aus Keramik zeigen eine sehr gute, entzündungsfreie Verbindung mit Knochen und Zahnfleisch.
  • Keramik ist, aus toxikologischer und allergologischer Hinsicht, dem Titan klar überlegen. 
  • Unsere Systeme sind spaltfrei wie ein eigener Zahn, sodass es nicht zu unhygienischen Nischen und Spalten kommt.
Setzen wir in unserer Zahnarztpraxis auch Implantate aus Titan?

Nein, wir versorgen unsere Patienten ausschliesslich mit Implantaten aus Zirkonoxid.

Welche Implantatfirmen werden in unserer Zahnarztpraxis verwendet?

Je nach Situation verwenden wir Implantate von Patent und SDS.

Bisphosphonate und Zahnimplantate. Kann es zu Komplikationen kommen?

Bisphosphonate sind Medikamente, die den Knochenstoffwechsel betreffen und bei Osteoporose bzw. verschiedenen Tumorerkrankungen verabreicht werden. 

Die Gabe von Bisphosphonate erfolgt oral als Tabletten, in Form von Spritzen oder intravenös als Infusionen. 

Sofern der Patient in der Vergangenheit Bisphosphonate erhalten hat, kann es nach Operationen am Kieferknochen zu Kiefernekrosen kommen. Diese werden auch als Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrosen bezeichnet. 

Solche Kiefernekrosen sind sehr gefährlich und können dazu führen, dass grosse Teile des Kieferknochens entfernt werden müssen. 

Bei Patienten, die in der Vergangenheit Bisphosphonate in Form von Spritzen oder i.v. erhalten haben, muss eine Kieferoperation so weit wie möglich vermieden werden. Das Setzen von Zahnimplantaten ist nicht möglich.

Bei Patienten, die Bisphosphonate in Form von Tabletten eingenommen haben, wird die Situation individuell überprüft. Sofern eine Implantation möglich ist, wird diese nur zweizeitig und unter strikter Antibiotika-Abschirmung durchgeführt.

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