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Vollnarkose beim Zahnarzt


Für manchen Patienten ist eine Vollnarkose beim Zahnarzt genau das Richtige. 

Besonders Menschen mit Zahnarztangst, denen eine grössere Zahnbehandlung bevor steht, profitieren von einer Vollnarkose. Bevor eine solche Entscheidung getroffen werden kann, ist es wichtig, sich über das Thema Vollnarkose zu informieren. 

In diesem Artikel, möchten wir Sie, über alle Aspekte dieses Themas, informieren. Dadurch können Sie herausfinden, ob diese Methode das Richtige für Sie ist. Bei aufkommenden Fragen, können Sie sehr gern Kontakt mit uns aufnehmen. Sowohl Zahnarzt, als auch Anästhesist, sind vor und nach der Vollnarkose, jederzeit für Sie da. 

Was bedeutet Vollnarkose?


Eine Vollnarkose (auch Narkose oder Allgemeinanästhesie) ist ein künstlich erzeugter Tiefschlaf, der dazu dient, die bewusste Wahrnehmung der Zahn-OP und die Schmerzen, vollständig auszuschalten.

Der Patient bekommt überhaupt nichts von dem Eingriff mit und hat danach keinerlei Erinnerung davon.

Dieser schlafähnliche Zustand wird erzeugt, indem verschiedene Narkosemedikamente verabreicht werden. Die Verabreichung erfolgt intravenös, über einen Zugang in die Vene.

Zusätzlich verwenden Anästhesisten gasförmigen Narkosemitteln, welche über eine Atemmaske eingeatmet werden und ihre Wirkung schnell und effektiv entfalten können.

Die Narkosemedikamente sind Schlafmittel, Schmerzmittel und Muskelrelaxantien, welche eine tiefe Entspannung der Muskulatur verursachen.

Zeitgleich zur Gabe der Narkosemittel, wird über eine Atemmaske, reiner Sauerstoff zum Atmen gegeben. Nachdem der Narkosearzt die Atemmaske angesetzt hat, können Sie von 10 runter zählen. In der Regel machen Sie bei 7 oder 6, die Augen zu und schlafen ein.

Während der gesamten Behandlung wird der Patient, bevorzugt über die Nase, künstlich beatmet. Alle Vitalparameter, wie Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung oder Körpertemperatur, werden permanent vom Narkose-Team im Auge behalten. Der Zahnarzt und sein Team, können sich voll und ganz, auf die zahnärztliche Behandlung konzentrieren.

Arten der Vollnarkose beim Zahnarzt

Vollnarkose

Während einer Behandlung unter Vollnarkose, befindet sich der Patient im Tiefschlaf. Dabei ist immer eine Intubation (Beatmung) notwendig, weil die Atmung, wegen den Narkosemedikamenten, vorrübergehend ausgeschaltet wird. Dementsprechend ist die Vollnarkose ein bisschen aufwändiger. Diese Methode ist empfehlenswert für Menschen mit Angst vor dem Zahnarzt und für grosse Zahnsanierungen.

Dämmerschlaf

Bei dem Dämmerschlaf (auch Analgosedierung) erhält der Patient hochpotente Schmerzmittel und Beruhigungsmittel. Die Gabe erfolgt entweder in Form von Tabletten oder über einen intravenösen Zugang, meist über eine Armvene. Die verabreichten Medikamente beginnen nach 10-15 Sekunden zu wirken. Der Patient wird ruhig, schläfrig und die Erinnerung setzt ab da aus. Im Gegensatz zur Vollnarkose, bleibt die eigenständige Atmung erhalten und auf eine Beatmung kann verzichtet werden.

Lachgas

Eine Art der Sedierung, bei der Sauerstoff und Lachgas (Stickstoff-Sauerstoff-Verbindung) über eine Nasenmaske inhaliert werden. Lachgas mindert die Empfindung von Schmerzen, wirkt angstlösend und beruhigend. Patienten sind durchgehend in einem wachen und ansprechbaren Zustand.

Lachgas hat aber einen grossen Nachteil, weshalb wir diese Form der Narkose nicht verwenden. Es zerstört den Speicher von Vitamin B12 im Körper und führt zu einem Vitamin-B12-Mangel.

Unterschied zwischen Vollnarkose und Lokalanästhesie


 Bei der Vollnarkose wird der Patient in einen tiefen Schlaf versetzt. Dafür ist unbedingt ein erfahrenes Anästhesieteam notwendig. 

Bei der Lokalanästhesie hingegen, führt der Zahnarzt eine lokale Betäubung der Zähne durch. Daher wird die Lokalanästhesie auch als lokale Anästhesie bezeichnet. Diese Methode ist vielen Patienten sehr bekannt, da sie bei den meisten Behandlungen der Zähne, zur Schmerzausschaltung angewendet wird. 

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Bei der Lokalanästhesie hingegen, führt der Zahnarzt eine lokale Betäubung der Zähne durch. Daher wird die Lokalanästhesie auch als lokale Anästhesie bezeichnet. Diese Methode ist vielen Patienten sehr bekannt, da sie bei den meisten Behandlungen der Zähne, zur Schmerzausschaltung angewendet wird.

Die lokale Betäubung erfolgt durch die gezielte Injektion eines Lokalanästhetikums in die Mundschleimhaut. Der Patient ist wach, ansprechbar und nimmt den gesamten Ablauf der Behandlung bewusst war. Schmerzen sind nicht mehr wahrnehmbar.

Mit Hilfe der Lokalanästhesie können wir, in den meisten Fällen, auch grosse Zahnsanierungen bei Angstpatienten, durchführen. Eine Vollnarkose ist nicht unbedingt notwendig, kann aber für viele Patienten eine grosse Erleichterung verschaffen.

Ablauf der Vollnarkose in der Zahnmedizin


Vor dem geplanten Eingriff erfolgt ein ausführliches Gespräch und Untersuchung mit dem Zahnarzt und dem Anästhesisten. Wichtige gesundheitliche Fragestellungen werden abgeklärt und bei Bedarf, verschiedene Blutuntersuchungen durchgeführt. Der Körper wird auf die geplante Vollnarkose vorbereitet, indem der Level von Antioxidantien, wichtigen Vitaminen und Bausteinen optimiert wird. 

Am Tag der zahnärztliche Behandlung, sollte der Patient, 6 Stunden vorher nichts essen und 2 Stunden vorher keine Getränke zu sich nehmen. 

Vor der Zahnbeehandlung erfolgt eine weitere Besprechung mit Zahnarzt und Narkose-Team.

Auf dem Behandlungsstuhl wird der intravenöse Zugang in die Armvene gelegt. Mit Hilfe einer Creme, kann der Schmerz, direkt an der Einstichstelle, ausgeschaltet werden, sodass der Einstich nicht mehr gespürt wird.  

Über den venösen Zugang werden die Narkosemedikamente verabreicht und zeitgleich atmet der Patient reinen Sauerstoff über die Atemmaske. Jetzt dauert es nur wenige Sekunden bis der Patient in einen Tiefschlaf fällt. Es kommt zu einer Entspannung der Muskulatur. 

Da die Narkosemittel auch die Atemmuskeln entspannen, ist eine eigenständige Atmung nicht mehr möglich – der Patient wird folglich künstlich beatmet. Die künstliche Beatmung erfolgt über eine Intubation, durch die Nase, in den Rachen und versorgt den Patienten mit Sauerstoff. Zusätzlich können der zugeführten Atemluft, auch gasförmige Narkosemedikamente beigemischt werden. So kann die Narkose, effektiv und gleichzeitig mild, gesteuert werden. 

Das Narkoseteam, welche aus mindestens 2 Spezialisten besteht, überwacht alle Vitalfunktionen des Patienten und kann schnelle Anpassungen vornehmen. Neben der Kontrolle von Puls und Blutdruck, wird dafür gesorgt, dass die Sauerstoffsättigung des Blutes immer bei 98 – 100% und die Körpertemperatur bei 37° liegt. Dies ermöglicht eine ideale Blutgerinnung, sodass es nicht zu unkontrollierter Wundblutung kommt. 

Im Wundbereich verwendet der Zahnarzt zusätzlich ein Lokalanästhetikum, sodass die Blutung vermindert wird und der Patient nach der Narkose keine Schmerzen verspürt. Durch die exakte Anpassung der Vitalfunktionen, kann die Dosis auf ein Minimum angepasst werden. Da der Patient schläft, erfolgt die zahnärztliche Behandlung unter idealen Bedingungen und kann schneller und effizienter abgeschlossen werden. Während der gesamt Behandlungsdauer sprechen sich Zahnarzt und Narkosearzt ab, um die Dauer der Narkose und der OP zu kurz wie möglich zu halten.  

Sobald die Behandlung abgeschlossen ist, verabreicht der Anästhesist ein Medikament, welches den Patienten aus der Narkose aufweckt. Für den erwachten Patienten hat der Eingriff nie stattgefunden. 

Generell kann jede zahnärztliche Behandlung und Operation unter Vollnarkose durchgeführt werden. Dazu gehört das Beschleifen von Zähnen für Zahnkronen, Entfernung von Weisheitszähnen, Entfernung von Kieferentzündungen oder das Inserieren von Keramikimplantaten. 

Sanierung mit Keramikimplantaten unter Vollnarkose


Viele Patienten wüschen sich feste Zähne, aus einem Material, welches keine gesundheitlichen Nachteile aufweist. Keramikkronen auf Keramikimplantaten sind die Versorgung der Wahl und anderen Methoden klar überlegen.

In unserer Praxis können wir grosse Sanierungen, z.B. mit 16 Keramikimplantaten, innerhalb einer Sitzung durchführen. In der Regel ist dafür keine Vollnarkose notwendig. Patienten mit Zahnarztangst jedoch, bietet die Vollnarkose, eine unkomplizierte Lösung, eine grosse Zahnbehandlung zu meistern. Der gesamte Eingriff wird All-in-one durchgeführt, sodass ein zahnloser Patient, ohne Zähne einschläft und mit festsitzenden Zähnen aufwacht. Auf den frisch gesetzten Keramikimplantaten befinden sich ästhetische Provisorien, welche für ca. 3 Monate in der Mundhöhle verbleiben. Innerhalb der 3 Monate können die Keramikimplantate fest in den Kieferknochen einheilen und sich in das orale System integrieren.

In einer zweiten Sitzung werden die hochwertigen, laborgefertigten Keramikkronen hergestellt und auf die Keramikimplantate zementiert. Diese bilden die definitive und langlebige Zahnversorgung und sind dafür gemacht, den Patienten ein Leben lang zu begleiten. Diese zweite Sitzung, wird in den meisten Fällen, ohne Vollnarkose durchgeführt.

Dieses Vorgehen, komplette Zahnsanierung in zwei Sitzungen, ist besonders bei Menschen mit Zahnarztangst und selbstständig erwerbenden Patienten, sehr beliebt. Unnötige Zwischenschritte, wie Knochenaufbau, können vermieden werden und der Patient kommt effektiv und schnell zu seinem festsitzenden Wunschgebiss.

Professionelles Team und verwendeten Geräte


Bei einer Vollnarkose, ist es von sehr grosser Wichtigkeit, dass das Narkoseteam und das zahnärztliche Team eine grosse Erfahrung mitbringen. Dadurch kann die Narkosedauer kurz gehalten und Komplikationen auf ein Minimum reduziert werden. 

Auch ist es wichtig, dass die verwendeten Narkosegeräte auf dem neuesten Stand und von bester Qualität sind.  

Die Behandlung unter Vollnarkose, findet in entsprechend ausgestatteten, geräumigen Räumlichkeiten statt, damit die Teams, der Patient und ggf. Angehörige, genügend Platz haben. 

Durchgehende Betreuung und Überwachung


Die Gesundheit und Sicherheit unserer Patienten steht an oberster Stelle. Dafür werden keine Kompromisse eingegangen, sondern alle Faktoren entsprechend berücksichtigt.

Vor der Behandlung unter Vollnarkose, werden wichtige Parameter überprüft und angepasst. Der gesundheitliche Zustand wird durch Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen optimiert und verbessert die Verträglichkeit der Vollnarkose signifikant. 

Während der Vollnarkose erfolgt eine durchgehende Überwachung des Patienten. Alle wichtigen vitalen Parameter werden konstant auf idealen Werten gehalten. Das ist sehr wichtig, da jede Abweichung von dem Optimum, ein Risiko für Operation und Narkoseverlauf darstellen kann. Z.B. kann eine zu hohe oder zu niedrige Körpertemperatur die Blutgerinnung und Wundheilung beeinträchtigen. Durch die fehlende Muskelaktivität, ist besonders eine Unterkühlung möglich und sollte unbedingt vermieden werden. 

Vorteile einer Vollnarkose in der Zahnmedizin


Patienten mit Zahnarztangst machen sich, bereits Wochen oder Monate vor dem Eingriff, grosse Sorgen, wie Sie den bevorstehenden Eingriff überstehen können. Dieser innere Stress raubt sehr viel Energie und Lebensqualität. Sofern jedoch die Entscheidung gefallen ist, die Behandlung unter Vollnarkose durchzuführen, fällt den Patienten ein riesen Stein vom Herzen und das andauernde Grübeln hört auf. Folglich fängt der erste Vorteil einer Vollnarkose, bereits lange vor der eigentlichen Operation an.

Während der zahnärztlichen Behandlung, liegen die Vorteile auf der Hand. Der Patient spürt nichts, hört keine Bohrgeräusche und muss den Mund nicht offen halten. Der Eingriff ist schon vorbei, bevor er angefangen hat. 

Nach Abschluss der OP, hat der Patient keine Erinnerung mehr an den Ablauf. Dies ist besonders bei Angstpatienten und sehr sensiblen, feinfühligen Patienten ein wichtiger Punkt. Denn solche Menschen, erleben einen zahnmedizinischen Eingriff intensiver, lauter und unangenehmer.

Patienten, bei denen grössere Zahnsanierungen geplant sind, können die gesamte Behandlung, in ein bis zwei Sitzungen erledigen. Viele, häufig unnötigen, Zwischenschritte, können dem Patienten erspart werden und die Dauer, bis zur fertigen Zahnversorgung, zieht sich nicht unnötig in die Länge. 

Ein weiterer Vorteil, ist das ruhige Arbeitsfeld für den Zahnarzt. Diese idealen Arbeitsbedingungen erleichtern das Arbeiten und verkürzen die Behandlungszeit. 

Risiken und Komplikationen


Für Menschen ohne schwere Erkrankungen, ist eine Vollnarkose sehr sicher.

Jedoch bestehen bei allen Formen der Narkose gewisse Risiken. Diese sind einerseits auf die verwendeten Narkosemittel zurückzuführen, als auch auf die Intubation zur Beatmung.

So sind Übelkeit, Erbrechen, Heiserkeit oder Halsschmerzen zwar selten, aber trotzdem nach jeder Narkose möglich. Auch Müdigkeit und Abgeschlagenheit können die folgenden Tage auftreten. Diese Symptome ähneln dem bekannten Jetlag, nach langen Flugreisen und klingen schnell ab. Viel Schlaf und Entspannung in den Tagen danach, bringen rasche Linderung.

Direkt nach dem Aufwachen kann ein Gefühl von Kälte verspürt werden und ein Muskelzittern macht sich im Körper bemerkbar. Dieses Phänomen ist nur kurzfristig und wird, durch Zufuhr von Wärme, unkompliziert behoben.

Wir verwenden ausschliesslich Narkosemedikamente mit bester Verträglichkeit, die rasch durch den Körper ausgeschieden werden. Somit kommen Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen fast nicht mehr vor.

Statistisch betrachtet ist die Autofahrt zur Zahnarztpraxis gefährlicher als die Vollnarkose. 

Alle Möglichkeiten, Alternativen, Risiken und Komplikationen werden, vor der Narkose, ausführlich erklärt und besprochen. Die Ärzte sind für unsere Patienten telefonisch erreichbar -sowohl vor der OP, als auch danach.

Bei wem ist eine Vollnarkose sinnvoll?


Bei verschiedenen Patienten ist es von grossem Vorteil, die Sanierung unter Vollnarkose anzugehen. In der Regel wissen es die Patienten selber und kommen genau mit dieser Entscheidung in die Zahnarztpraxis. 

Patienten, die in der Vergangenheit, traumatische Erfahrungen beim Zahnarzt, gemacht haben, entwickeln eine Angst vor dem Zahnarztbesuch, die so genannte Zahnarztangst bzw. Zahnarztphobie. Eine solche Angst geht soweit, dass bereits der Gedanke an den Zahnarztstuhl, dem Bohrgeräusch oder Praxisgeruch, eine Panik auslösen kann. 

Angst vor dem Zahnarzt ist der häufigste Grund für eine zahnärztliche Behandlung in Vollnarkose.

Da wir auf Zahnarztangst spezialisiert sind, können wir selbst grosse Eingriffe, ohne Vollnarkose, bewerkstelligen. Gelegentlich jedoch, ist die Zahnarztangst so ausgeprägt, dass eine Narkose nicht zu umgehen ist.  

Auch Menschen mit einer verstärkten Schmerzwahrnehmung oder, die auf das Lokalanästhetikum nicht ansprechen (sehr selten), profitieren von einer Vollnarkose. 

Ein Würgereiz kann in einigen Fällen so ausgeprägt sein, dass alle Strategien kein Erfolg erzielen und eine Zahnbehandlung unmöglich ist. Die Vollnarkose ist die letzte Möglichkeit für Betroffene. 

Bei Menschen mit schwerer geistiger Behinderung können zahnärztliche Behandlungen, häufig nur in Vollnarkose vorgenommen werden. 

Eine Vollnarkose empfiehlt sich besonders bei grösseren Behandlungen, die sich auf mehrere Stunden hinziehen kann. Dazu gehören chirurgische Eingriffe mit Zahnentfernungen und Sofortimplantationen, aber auch prothetische Versorgungen mit vielen Kronen und Brücken. 

Auch chirurgisch-prothetische Komplettsanierungen der gesamten Mundhöhle können unkompliziert, unter Narkose durchgeführt werden. 

Für wen ist eine Vollnarkose nicht geeignet

Ob eine Vollnarkose geeignet ist, oder nicht, sollte immer sehr individuell betrachtet werden. Dabei ist es wichtig, dass der Patient die Entscheidung selber trifft und voll dahinter steht.

Allgemein gehören zu den Kontraindikationen (Gegenanzeigen) die Einnahme von bestimmten Drogen und Psychopharmaka, verschiedene schwere Vorerkrankungen und Schwangerschaft.

Alle Kontraindikationen werden mit dem Patienten im Vorfeld besprochen, um spätere Komplikationen auszuschliessen bzw. notwendige Änderungen vornehmen zu können.

Was vor der Vollnarkose zu beachten ist


Der Patient sollte sich, vor der Behandlung, gut mit dem Thema Narkose befasst haben. Alle möglichen Fragen und Unklarheiten sollten mit Zahnarzt und Narkosearzt geklärt worden sein. Dadurch kann einfacher entschieden werden, ob die Operation in Vollnarkose oder in Lokalanästhesie durchgeführt werden sollte. 

Alle Vorgaben hinsichtlich Essen und Trinken vor der OP sollten beachtet werden – 6 Stunden vor der OP nichts mehr essen und 2 Stunden davor nichts trinken.

Die Harnblase sollte vor dem Narkosebeginn entleert worden sein. 

Was nach der Vollnarkose zu beachten ist


Nach dem der Patient aus dem Tiefschlaf aufgewacht ist, werden alle Vitalfunktionen und der allgemeine Zustand, für kurze Zeit weiter überprüft. Zu diesem Zeitpunkt ist die geplante Zahnbehandlung abgeschlossen und ein Provisorium befindet sich auf den Keramikimplantaten. Es kann sofort etwas getrunken und etwas weiches gegessen werden.

Ungefähr eine Stunde nach dem Aufwachen, kann die Praxis wieder verlassen werden. Dies ist möglich, da wir ausschliesslich Narkosemittel mit bester Verträglichkeit, verwenden. 

Die ersten 24h nach der Vollnarkose sollte nicht aktiv am Strassenverkehr teilgenommen werden. Falls der Patienten nicht von einer Begleitung abgeholt werden kann, können wir organisieren, dass Sie sicher nach Hause gebracht werden. 

In den folgenden Tagen ist Erholung und Schlaf sehr empfehlenswert. Dies verkürzt mögliche Nachwirkungen der Vollnarkose, z.B. die Jetlag-Symptome und verbessert zusätzlich die Wundheilung.

Auch die Anpassung der Ernährung und die weitere Einnahme der ausgewählten Nahrungsergänzungen, stärken den Körper und sollten weiterhin beachtet werden. 

FAQ


Wer übernimmt die Kosten für eine Vollnarkose?

In der Schweiz, müssen die Kosten für eine Vollnarkose, fast immer vom Patienten selbst getragen werden. In Einzelfällen übernehmen Zahnversicherung, IV oder Unfallversicherung einen gewissen Teil der Kosten.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Die Kosten für die Narkose richten sich nach der Dauer. Für grosse Zahnbehandlungen, die über 5 Stunden andauern, ist mit Kosten von ca. 3500 CHF zu rechnen. Bei detaillierten Fragen, nimmt gern unser Anästhesist Kontakt mit Ihnen auf. 

Sind medizinische Untersuchungen vor der Vollnarkose notwendig?

Je nach gesundheitlichem Zustand des Patienten, sind unterschiedliche Untersuchungen notwendig. Das wird individuell bestimmt und mit dem Patienten besprochen. 

Wie schnell wirkt die Vollnarkose?

Sehr schnell. Patienten schlafen unmittelbar nach Verabreichung der Narkosemedikamente ein. In der Regel dauert es nicht länger als 30 Sekunden.

Darf ich danach Auto fahren?

Patienten sollten nach einer Vollnarkose nicht Auto fahren. Wir empfehlen, dass Sie danach abgeholt werden. Gern können wir Ihnen eine Fahrt nach Hause organisieren. 

Darf ich vorher etwas essen?

Sie sollten mindestens 6 Stunden vor OP-Beginn nichts mehr essen. 

Darf ich vorher etwas trinken?

Sie sollten mindestens 2 Stunden davor keine Flüssigkeit zu sich nehmen.

Darf ich vor und nach der Vollnarkose rauchen?

Rauchen hat einen negativen Einfluss auf die Narkose und auf die Wundheilung. Daher sollten Sie vor und nach der OP nicht rauchen.

Darf ich vor und nach der Vollnarkose Alkohol trinken?

Auch Alkohol beeinflusst Narkose und Wundheilung negativ. Daher sollte man vor- und nachher darauf verzichten.

Was passiert nach dem Aufwachen?

Nach dem Aufwachen werden alle Vitalparameter weiterhin kontrolliert.

Der Zahnarzt klärt Sie darüber auf, wie die Behandlung verlaufen ist und Sie können sich das Resultat im Spiegel anschauen. Je nach durchgeführte Zahnbehandlung, haben Sie zu diesen Zeitpunkt, festsitzende Provisorien oder definitive keramische Versorgungen. Durch die zusätzliche Anwendung einer lokalen Betäubung, spüren Sie nach dem Aufwachen keine Schmerzen. 

Ungefähr eine Stunde nach Abschluss der Operation dürfen Sie die Praxis, in Begleitung, verlassen.

Ist nach der Vollnarkose mit Übelkeit zu rechnen?

Übelkeit nach der Vollnarkose ist sehr selten.

Wie lange halten Nachwirkungen der Vollnarkose an?

Dies ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Müdigkeit und ein Gefühl von Jetlag, können ein bis zwei Tage nach der Vollnarkose anhalten. 

Besteht die Gefahr, während der Narkose plötzlich aufzuwachen?

Das plötzliche Aufwachen während der Vollnarkose ist eine absolute Rarität und kommt extrem selten vor. 

Gibt es allergische Reaktionen auf die Vollnarkose?

Allergische Reaktionen auf die verwendeten Narkosemittel sind sehr selten. Anhand der kontrollierten Vitalparameter, kann der Anästhesist schnell feststellen, ob eine Allergie vorhanden ist und entsprechende Anpassungen vornehmen. 

Wann darf ich wieder essen und trinken?

Sie dürfen direkt nach Abschluss der OP etwas essen und trinken. Da der OP-Bereich lokal betäubt ist, seien Sie bitte vorsichtig, dass Sie sich nicht verbrennen und auf die Lippen beissen.

Wir empfehlen, in der ersten Woche nach der Operation, eher weiche Kost zu konsumieren. 

Kann ich den Zahnarzt oder Narkosearzt persönlich sprechen?

Sowohl vor, als auch nach der Narkose, stehen Ihnen Zahnarzt und Narkosearzt telefonisch zur Verfügung. Dies ist besonders für Menschen mit Angst vor Zahnbehandlungen wichtig. Durch den engen Kontakt, fühlen sie sich zu keinem Zeitpunkt im Stich gelassen.  

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