Zahnärztliche Materialien und deren Auswirkung auf die Gesundheit

 

In der zahnärztlichen Praxis werden viele unterschiedliche Materialien verwendet. Ob Silikone, Metalllegierungen oder Kunststoffe – egal was man sich genauer anschaut, es handelt sich um ein Gemisch aus verschiedenen körperfremden Atomen oder Molekülen. Werden diese Substanzen in die Mundhöhle eingebracht, so gelangt ein gewisser Anteil unweigerlich in den Organismus. Die Aufnahme erfolgt sowohl lokal über die Schleimhaut, als auch über Herunterschlucken in den Darm. Ein kleiner Anteil wird auch über die Lunge eingeatmet.

 

Toxische und immunologische Wirkung

Die meisten dentalen Materialien sind körperfremde, nicht physiologische Stoffgruppen. Diese wirken nach Aufnahme in den Körper sowohl toxikologisch, als auch immunologisch. Auf toxischer Ebene geschehen Prozesse wie z.B. die Blockade unterschiedlicher Enzyme. Auf immunologischer Ebene kommt es zu einer Aktivierung von Immunzellen mit einer verstärkten Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen – eine chronische Entzündung mit einem andauernd aktiviertem Immunsystem ist die Folge.

Wenn der Patient auf eines der Inhaltsstoffe allergisch reagiert, dann äussert es sich in unterschiedlichen lokalen Symptomen. Rötungen, Zahnfleischentzündungen, Mundtrockenheit oder Brennen der Mundschleimhaut können sich bemerkbar machen.

Häufig bleibt jedoch die lokale allergische Symptomatik aus und systemische Immunreaktion findet statt. Diese systemischen Symptome sind sehr unspezifisch und äussern sich in Form von Kopfschmerzen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen.

Eine immunologische Diagnostik, in einem spezialisierten Labor, ist in einem solchen Fall sinnvoll.

 

Leaky Gut – Durchlässige Darmschleimhaut

Die in den Darm heruntergeschluckten Chemikalien haben die unangenehme Eigenschaft, die Darmschleimhaut durchlässiger zu machen. Die überlebensnotwendige Darmbarriere wird gestört und unverdaute Nahrungsmittel, Bakterien und Darmgifte überfluten den Organismus. Ein Leaky-Gut-Syndrom ist die Folge.

Ein durchlässiger Darm führt zu einer Entzündung in der Darmschleimhaut selbst (Reizdarm), zu einer unzureichenden Nährstoffresorption, zu oxidativem Stress und zu einer Leberfunktionsstörung. Auf Dauer führt dieser Zustand zu ernsthaften körperlichen Schäden – Autoimmunerkrankungen, systemische Entzündungsreaktionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nur einige Beispiele.

Ein Leaky-Gut kann labordiagnostisch leicht diagnostiziert werden – nämlich durch einen erhöhten Nachweis des Proteins Zonulin.

 

Zonulin als Markerprotein bei Leaky Gut

 

Biokompatible Materialien

Aus gesundheitlicher Sicht ist es enorm wichtig Materialien zu verwenden, die biokompatibel und ungefährlich sind. In unserer Praxis achten wir sorgfältig auf die eingesetzten Substanzen. So verzichten wir, wo immer es geht, auf den Einsatz von Metalllegierungen und verwenden stattdessen hochwertige Keramiken. Abformmaterialien aus Polyether oder Silikon werden durch alt bewährtes und absolut unbedenkliches Hydrokolloid ersetzt. Unser Kunststoff ist frei von BisphenolA, BisGMA, TEGDMA, HEMA und Fluorid.

 

Lesen Sie auch unseren Artikel über chronische Erkrankungen. Dort wird verständlich die Ursache chronischer Krankheiten erklärt.

 

http://www.imd-berlin.de/de/spezielle-kompetenzen/metallbelastung/immunologische-und-toxische-effekte.html

 

Fasano, A. “Leaky gut and autoimmune diseases.” Clinical reviews in allergy & immunology., U.S. National Library of Medicine, Feb. 2012,

 

Mu, Qinghui, et al. “Leaky Gut As a Danger Signal for Autoimmune Diseases.” Frontiers in Immunology, Frontiers Media S.A., 2017,

 

http://www.imd-berlin.de/spezielle-kompetenzen/leaky-gut.html